Biodiversität
Artvorkommen und Trends über die Zeit — fortlaufende Dokumentation des Naturzustands über Regionen und Lebensräume hinweg.
Beispiel: 5-jährige Baseline für Brutvögel und Säugetiere in einem Habitatgebiet.

Anwendungen
Plature wird im Biodiversitätsmonitoring, Wildtiermanagement, in der Naturwiederherstellung und der Überwachung invasiver Arten eingesetzt — durch Kommunen, Behörden, Forschungsprojekte und Infrastrukturprojekte in ganz Dänemark.
Artvorkommen und Trends über die Zeit — fortlaufende Dokumentation des Naturzustands über Regionen und Lebensräume hinweg.
Beispiel: 5-jährige Baseline für Brutvögel und Säugetiere in einem Habitatgebiet.
Überwachung von Wölfen in Siedlungsnähe, invasiver Arten sowie Wild- und Ernteschäden, damit Maßnahmen genau dort und dann ansetzen, wo sie nötig sind.
Beispiel: Frühwarnung, wenn Wölfe definierte Zonen betreten.
Baseline und Vorher/Nachher-Dokumentation der Artaktivität in Projektgebieten — so wird Naturwiederherstellung messbar, nicht nur beschrieben.
Beispiel: Dokumentation der Artentwicklung 3 Jahre nach Renaturierung eines Wasserlaufs.
Wildtierübergänge, Straßen, Wind- und Solarprojekte: durchgehende Naturdokumentation über den gesamten Projektzyklus.
Beispiel: Monitoring eines Wildtierübergangs vor, während und nach einem Autobahnausbau.
Frühindikation unerwünschter Arten, ihrer Ausbreitung und Geschwindigkeit — automatisch und kontinuierlich statt durch Stichproben.
Beispiel: Erkennung des Marderhunds in neuen Distrikten, bevor sich der Bestand etabliert.
Aggregation pro Gemeinde, Projektgebiet oder Raster — bereit für Analyse, Vergleich und Berichterstattung über Verwaltungseinheiten hinweg.
Beispiel: Kommunale Biodiversitätsberichte mit standardisierten Zeitreihen.
Forschungsfall
Die Studie vergleicht das Verhalten des Dachses (Meles meles) auf der ungestörten Insel Vorsø mit dem stark vom Menschen beeinflussten Festland Jütlands — auf Basis von rund 2.000 Wildkamera-Videos und automatisierter Klassifikation.
Camilla Beregaard Andersen & Nikolai Schlichting Nielsen — Bachelorprojekt, Juni 2025
Untersuchung der Verhaltensreaktion und Anpassung von Dachsen in vom Menschen gestörten Lebensräumen.
Zwei kontrastierende Lebensräume in Dänemark: die ungestörte Insel Vorsø und ein vom Menschen beeinflusstes Gebiet in Jütland.
Verteilte Wildkameras und automatisierte Klassifikation von fünf Verhaltensweisen (Nahrungssuche, Fellpflege, Fortbewegung, Sozial, Wachsamkeit) für rund 2.000 Videos mit LabGym v2.5.
Signifikante Unterschiede in den Zeitbudgets zwischen Insel und Festland (Mann–Whitney U). Insel-Individuen zeigten kontinuierlichere Aktivität und größere Variation in der Fortbewegung; Festland-Individuen variableres Sozialverhalten und erhöhte Wachsamkeit.
Die Verhaltensplastizität des Dachses ist kontextabhängig. Als Ökosystem-Ingenieur sollte der Erhalt der Verhaltensvielfalt Teil von Schutzstrategien sein.
Weitere Cases
Sehen Sie, wie Platures Wildkameras und KI-basierte Arterkennung in realen Projekten eingesetzt werden: Wildtierübergänge, Biodiversitätsmonitoring und wissenschaftliche Forschung.

Autobahnen und Schnellstraßen zerschneiden die Landschaft und teilen die Bestände wildlebender Säugetiere in immer kleinere Einheiten — eine der größten Bedrohungen für die Biodiversität in Dänemark. Die dänische Straßenbehörde baut grüne Korridore über das Bundesfernstraßennetz: Wildbrücken, Landschaftsbrücken und Unterführungen, durch die Rothirsch, Damhirsch, Reh, Fuchs und Marderartige die Autobahn sicher queren können.
Wildkameras dokumentieren, welche Arten welche Passagetypen tatsächlich nutzen — und wie oft. In Kombination mit einer KI-gestützten Kartierung von Wildunfällen entsteht so die Grundlage für ein Defragmentierungsprogramm: Wildtierpassagen werden dort geplant und dimensioniert, wo sie den größten Effekt für Wildtiere und Verkehrssicherheit haben.