Wolf von KI-Arterkennung erkannt

Anwendungen

Sechs Felder — eine Grundlage
aus strukturierten Beobachtungen.

Plature wird im Biodiversitätsmonitoring, Wildtiermanagement, in der Naturwiederherstellung und der Überwachung invasiver Arten eingesetzt — durch Kommunen, Behörden, Forschungsprojekte und Infrastrukturprojekte in ganz Dänemark.

01

Biodiversität

Artvorkommen und Trends über die Zeit — fortlaufende Dokumentation des Naturzustands über Regionen und Lebensräume hinweg.

Beispiel: 5-jährige Baseline für Brutvögel und Säugetiere in einem Habitatgebiet.

BiodiversitätNaturzustandZeitreihen
02

Konflikt & Risiko

Überwachung von Wölfen in Siedlungsnähe, invasiver Arten sowie Wild- und Ernteschäden, damit Maßnahmen genau dort und dann ansetzen, wo sie nötig sind.

Beispiel: Frühwarnung, wenn Wölfe definierte Zonen betreten.

WolfsmonitoringInvasive ArtenWildschäden
03

Wiederherstellung & Rewilding

Baseline und Vorher/Nachher-Dokumentation der Artaktivität in Projektgebieten — so wird Naturwiederherstellung messbar, nicht nur beschrieben.

Beispiel: Dokumentation der Artentwicklung 3 Jahre nach Renaturierung eines Wasserlaufs.

NaturwiederherstellungRewildingWirkungsmessung
04

Infrastruktur

Wildtierübergänge, Straßen, Wind- und Solarprojekte: durchgehende Naturdokumentation über den gesamten Projektzyklus.

Beispiel: Monitoring eines Wildtierübergangs vor, während und nach einem Autobahnausbau.

WildtierübergängeInfrastrukturWind- und Solarparks
05

Invasive Arten

Frühindikation unerwünschter Arten, ihrer Ausbreitung und Geschwindigkeit — automatisch und kontinuierlich statt durch Stichproben.

Beispiel: Erkennung des Marderhunds in neuen Distrikten, bevor sich der Bestand etabliert.

MarderhundWaschbärFrühdetektion
06

Flächenbasierte Einsichten

Aggregation pro Gemeinde, Projektgebiet oder Raster — bereit für Analyse, Vergleich und Berichterstattung über Verwaltungseinheiten hinweg.

Beispiel: Kommunale Biodiversitätsberichte mit standardisierten Zeitreihen.

Kommunale VerwaltungRaster-AnalyseBerichterstattung

Forschungsfall

Dachsverhalten — ungestörte Insel vs. menschlich beeinflusstes Festland

Die Studie vergleicht das Verhalten des Dachses (Meles meles) auf der ungestörten Insel Vorsø mit dem stark vom Menschen beeinflussten Festland Jütlands — auf Basis von rund 2.000 Wildkamera-Videos und automatisierter Klassifikation.

Betreuerin
Sussie Pagh

Camilla Beregaard Andersen & Nikolai Schlichting Nielsen — Bachelorprojekt, Juni 2025

Ziel

Untersuchung der Verhaltensreaktion und Anpassung von Dachsen in vom Menschen gestörten Lebensräumen.

Untersuchungsgebiet

Zwei kontrastierende Lebensräume in Dänemark: die ungestörte Insel Vorsø und ein vom Menschen beeinflusstes Gebiet in Jütland.

Methode

Verteilte Wildkameras und automatisierte Klassifikation von fünf Verhaltensweisen (Nahrungssuche, Fellpflege, Fortbewegung, Sozial, Wachsamkeit) für rund 2.000 Videos mit LabGym v2.5.

Ergebnisse

Signifikante Unterschiede in den Zeitbudgets zwischen Insel und Festland (Mann–Whitney U). Insel-Individuen zeigten kontinuierlichere Aktivität und größere Variation in der Fortbewegung; Festland-Individuen variableres Sozialverhalten und erhöhte Wachsamkeit.

Fazit

Die Verhaltensplastizität des Dachses ist kontextabhängig. Als Ökosystem-Ingenieur sollte der Erhalt der Verhaltensvielfalt Teil von Schutzstrategien sein.

VerhaltensstudieDachsKI-KlassifikationForschung
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Weitere Cases

Wildkameras in der Praxis — von Forschung bis Infrastruktur

Sehen Sie, wie Platures Wildkameras und KI-basierte Arterkennung in realen Projekten eingesetzt werden: Wildtierübergänge, Biodiversitätsmonitoring und wissenschaftliche Forschung.

Rothirsch quert eine Wildbrücke über die Holstebro-Autobahn

Kameraüberwachung von Wildtierpassagen

Autobahnen und Schnellstraßen zerschneiden die Landschaft und teilen die Bestände wildlebender Säugetiere in immer kleinere Einheiten — eine der größten Bedrohungen für die Biodiversität in Dänemark. Die dänische Straßenbehörde baut grüne Korridore über das Bundesfernstraßennetz: Wildbrücken, Landschaftsbrücken und Unterführungen, durch die Rothirsch, Damhirsch, Reh, Fuchs und Marderartige die Autobahn sicher queren können.

Wildkameras dokumentieren, welche Arten welche Passagetypen tatsächlich nutzen — und wie oft. In Kombination mit einer KI-gestützten Kartierung von Wildunfällen entsteht so die Grundlage für ein Defragmentierungsprogramm: Wildtierpassagen werden dort geplant und dimensioniert, wo sie den größten Effekt für Wildtiere und Verkehrssicherheit haben.

WildtierpassagenBundesstraßenWildkamerasVerkehrssicherheit
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